Wer mehr Sicherheit in der ambulanten Versorgung erreichen will, muss aus Patientenerfahrungen lernen. Bisher gab es aber in Deutschland keine Messinstrumente, die für die ambulante Versorgung geeignet sind. Das Bundesministerium für Gesundheit hatte OptiMedis im Juli 2019 beauftragt, einen Fragebogen zu entwickeln, mit dem Erfahrungen von Patienten mit sicherheitsrelevanten Ereignissen und mit den Faktoren, die dazu führen können, erfasst werden. Im Dezember 2020 haben wir das Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Dr. Katja Stahl hat das Projekt bei der APS-Jahrestagung 2021 vorgestellt. Den aufgezeichneten Vortrag  finden Sie hier!

Fragebogen misst Patientensicherheit in der ambulanten Versorgung

Das Ergebnis ist ein validierter, frei verfügbarer Fragebogen zur Messung der Patientensicherheit aus Patientenperspektive in der ambulanten Versorgung vor. Er umfasst 22 Fragen und wurde von den über 3.000 Patienten, die sich an der Befragung beteiligt haben, sehr gut angenommen. Die Teilnahmequote von 71 Prozent zeigt, dass Patienten ein hohes Interesse daran haben, ihren Ärzten zu diesem Thema eine Rückmeldung zu geben. Außerdem wurde ein Feedbackmechanismus entwickelt, mit dem die Rückmeldungen der Patienten automatisiert, anwenderfreundlich und zeitnah in die Arztpraxen zurückgespiegelt werden können. Unsere Projektpartner waren die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe und das Aktionsbündnis Patientensicherheit.

Den Abschlussbericht zum Projekt finden Sie hier!